AMD-Vorsorge

Bei der altersbedingten Makuladegeneration stößt die ärztliche Kunst an ihre Grenzen. Eine Heilung der Erkrankung ist bis heute nicht möglich. Verloren gegangenes Sehvermögen kann nicht wieder hergestellt werden. In manchen Fällen ist es aber möglich, das Fortschreiten zu verlangsamen.

Wichtig: frühzeitige Diagnose

Eine frühzeitige Diagnose kann Ihnen helfen, rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Da die trockene Form auch in die feuchte Form übergehen kann, ist eine regelmäßige Überprüfung durch den Augenarzt wichtig.

Wir empfehlen die AMD-Vorsorge besonders Patienten ab dem 60. Lebensjahr.

 

Bei der AMD-Vorsorgeuntersuchung werden wir Ihren Augenhintergrund gezielt untersuchen und so feststellen, ob bereits Veränderungen in der Netzhaut vorliegen. Wir empfehlen dafür eine Angiographie. Bei der Fluoreszenzangiographie wird vor der Untersuchung ein Farbstoff (Fluorescein) gespritzt. Dieses Kontrastmittel „leuchtet“ bei der Aufnahme auf, der Augenhintergrund und seine Gefäße lassen sich so optimal darstellen.

 

Um Ihren Augenhintergrund bestmöglich zu beurteilen ist es notwendig, Ihre Pupille mittels Augentropfen zu erweitern. Im Anschluss werden Sie für ein paar Stunden unscharf sehen, so dass Sie vorübergehend nicht selbst ein Fahrzeug führen dürfen. Wir bitten Sie daher, sich zuvor eine Fahrgelegenheit nach Hause zu organisieren. Selbstverständlich rufen wir Ihnen auch gerne ein Taxi.

 

Eine weitere Möglichkeit zur Vorsorgeuntersuchung ist mit der OCT (optische Kohärenztomographie) gegeben. Dabei wird mit einem Lasermikroskop in die Tiefe der Netzhaut geblickt, um festzustellen, ob sich darunter Flüssigkeit befindet (=feuchte Makuladegeneration). Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten, ist völlig schmerzlos und ohne Folgen für das Auge.

Behandlung

Bei der „feuchten Makuladegeneration“ führen Blutgefäße zu Schwellungen der Netzhaut, weil sie in diese hineinwachsen und so die feinen Sinneszellen zerstören. Diese Form der AMD wird daher mit den sogenannten intravitrealen Injektionen behandelt.

Was sind intravitreale Injektionen?

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass ein chemischer Botenstoff namens VEGF (vascular endothelial derived growth factor) das Wachstum dieser schadhaften Gefäße anregt. Auf Grundlage dieser Erkenntnis ist die Therapie mit speziellen VEGF-Hemmern entwickelt worden. Die Medikamente werden während eines operativen Eingriffs mittels einer Injektion in das Innere des Auges (in den Glaskörperraum) eingebracht. Die VEGF-Hemmer blockieren den Botenstoff und bremsen somit das Gefäßwachstum. Eine Verschlechterung des Sehvermögens kann dadurch in vielen Fällen, nicht nur verzögert, sondern gestoppt werden.

 

Augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen sind im Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen nicht enthalten. Wir bieten Ihnen diese Früherkennungsmaßnahme daher als Selbstzahlerleistung an.

 

Wenn Sie wegen Ihres Sehvermögens Sorgen oder Befürchtungen haben, sprechen Sie uns bitte an.

Nur eine fachärztliche Diagnose kann Sicherheit bieten.

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Intravitreale Injektion