Kindersprechstunde

Augenärzte fordern:

Jedes Kind sollte spätestens im Alter von 2 Jahren

augenärztlich untersucht werden.

 

Kinder lernen das Sehen, wie sie alles lernen: durch ständiges Üben. Dieses Seh-Training beginnt vom ersten "Augenblick" an. Der Zeitraum für diesen Lernprozess ist aber begrenzt und Versäumnisse lassen sich nur innerhalb der ersten Lebensjahre nachholen. Nur wenn beide Augen ein gleichermaßen scharfes Bild liefern, kann sich das beidäugige Sehen voll entwickeln.

 

In den ersten Lebenswochen kann ein Kind seine Augen noch nicht koordinieren. Beobachten Sie zu diesem Zeitpunkt Fehlstellungen, ist das noch kein Grund zur Beunruhigung. Wenn ein Auge jedoch ständig von der Richtung abweicht, sollten Sie keine Zeit verlieren und schon beim geringsten Verdacht, dass mit den Augen Ihres Kindes etwas nicht stimmt, einen Augenarzt zu Rate ziehen.

 

Durch eine rechtzeitige Diagnosestellung und konsequente Behandlung z. B. mit einer Brille spätestens im zweiten oder dritten Lebensjahr können nicht mehr wiedergutzumachende Einbußen der Sehfähigkeit vermieden werden. Dies kann für den späteren Lebensweg, insbesondere bei der Berufswahl, von großer Bedeutung sein.

Sind Sie wirklich sicher, dass Ihr Kind gut sieht?

Auch wenn alles in Ordnung scheint, können Babys und Kleinkinder fehlsichtig sein. Beispielsweise ist das Schielen für Laien nicht immer wahrzunehmen. Zudem führen mäßige und auch hohe Sehfehler nicht unbedingt zu auffälligem Verhalten im Alltag. Leider können auch die Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt meistens keinen Aufschluss über Sehschwächen geben, da dort die technischen Untersuchungsmöglichkeiten fehlen. In unserer Praxis wenden wir für die Untersuchung das Plusoptix®-Gerät an. Diese Apparatur erlaubt die berührungsfreie, sekundenschnelle Messung der Augen aus circa einem Meter Entfernung.

 

Sollte das Kind eine Brille benötigen, ist das für die Eltern oft schlimmer als für das Kind selbst. Rund 30 % aller Kinder brauchen eine Brille und haben meist keine Probleme damit. Im Gegenteil, viele empfinden ihre Brille als Zeichen des Erwachsenwerdens und auch moderne Helden wie Harry Potter sind Brillenträger.

 

Kinderbrillen sind Sehhilfen und Therapie zugleich, darum wird ihre Wirkung von uns regelmäßig überprüft. Nehmen Sie deshalb bitte die Untersuchungstermine wahr, und wenden Sie sich sofort an uns, wenn Probleme oder Fragen auftauchen.

 

Außerdem:

Lassen Sie die Geschwister eines fehlsichtigen Kindes ebenfalls untersuchen, denn nicht selten treten bei ihnen gleiche oder ähnliche Augenfehler auf.

 

Nutzen Sie unsere Kindersprechstunde, wir helfen Ihnen gern!